Aktuell

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Mittwoch, 8. Juli: 20 Uhr

Parasite

Die Familie Kim ist buchstäblich ganz unten angekommen: Vater, Mutter Sohn und Tochter fristen ihre Leben in einem schummrigen Keller, müssen für kostenlosen WLAN-Empfang in jeden Winkel kriechen und sind sich für keinen Aushilfsjob zu schade. Dies ändert sich, als der Jüngste der Familie einen Nachhilfejob bei der Familie Park in deren schicken Villa antritt. Zug um Zug gelingt es den Kims die bisherigen Bediensteten der Parks durch findige Tricksereien und Zusammenhalt zu verdrängen. Sie werden für ihre neuen Herrschaften unverzichtbar bis ein unerwarteter Zwischenfall eine Kette von unfassbaren Ereignissen auslöst. Der Film wurde in Cannes im vergangen Jahr zu recht mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Sehr unterhaltsam und dabei bitterböse. Der Film wurde bei den Golden Globes ausgezeichnet und ist in 6 Kategorien für den Oscar nominiert.

Südkorea 2019 / Buch und Regie: Bong Joon-ho
Darsteller: Song Kang-ho, Lee Sun-kyun, Cho Yeo-jeong, Choi Woo-shik, Park So-dam, Lee Jung-eun

Ende ca. 22.15 Uhr
Frei ab 16 Jahren


Mittwoch, 15. Juli, 20 Uhr:

Crescendo - #makemusicnotwar

Dror Zahavis Spielfilm erzählt auf inspierierende Weise von jugendlichen Musikern aus Israel und Palästina, die ein einem gemeinsamen Konzert ein Zeichen für Frieden setzen sollen.
Zum Inhalt: Der berühmte Dirigent Eduard Sporck unterrichtet an der Frankfurter Hochschule und soll nun ein Konzert vorbereiten, dass Jugendliche aus Palästina und Israel bestreiten. Das Konzert soll aktuelle Friedensverhandlungen begleiten und ein Zeichen gegen den Hass setzen, der dort schon lange vorherrscht. Doch Sporck zweifelt, nicht nur weil es schwierig ist beide Seiten zusammenzubringen, sondern auch, weil er eine eigene problematische Geschichte in sich trägt. Durch viele Einzelgeschichten und ein überzeugendes Ensemble werden viele Facetten der Auseinandersetzung und des Austauschs gezeigt, die den Film sehenswert machen und letztlich von der verbindenden Kraft der Musik erzählt.

Deutschland/Italien 2018 / Buch: Dror Zahavi, Johannes Rotter / Regie: Dror Zahavi
Darsteller: Peter Simonischek, Daniel Donskoy, Bibiana Beglau, Sabrina Amali, Götz Otto

Ende ca. 22.05 Uhr
Frei ab 12 Jahren 


Mittwoch, 22. Juli: 20 Uhr

A rainy Day in New York

Gatsby plant mit seiner College-Liebe Ashleigh ein romantisches Wochenende in New York. Ashleigh soll für die College-Zeitung den berühmten Regisseur Roland Polard interviewen, Gatsby möchte ihr in der verbleibenden Zeit die klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigen. Es kommt jedoch alles anders. Denn Ashleigh wird nach dem Interview von Polard zum Screening seines neuesten Films eingeladen. Sie schlittert mit ihm, dem Drehbuchautor und einem gefeierten Filmstar, von einer unerwarteten Situation in die nächste. So muss sie Gatsby immer wieder vertrösten. Der lässt sich nun auf sich allein gestellt im Regen durch die New Yorker Stadt treiben, trifft dabei auf die Schwester seiner Ex-Freundin und führt ein Gespräch mit seiner Mutter, das für ihn alles verändert. Am Ende ist daher für Ashleigh und Gatsby nichts mehr so wie erwartet. Auch wenn Woody Allen seinem bisherigen Prinzip treu bleibt, ist dabei ein unterhaltsamer Film herausgekommen. 

USA 2019 / Buch und Regie: Woody Allen
Darsteller: Thimothée Chalamet, Elle Fanning, Selena Gomez, Jude Law, Diego Luna,Liev Schreiber

Ende ca. 21.55 Uhr
Frei ab 12 Jahren 


Mittwoch, 29. Juli, 20 Uhr:

Intrige

Roman Polanski schildert in seinem Historienfilm die sogenannte “Dreyfus-Affäre”, die am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert die gesamte französische Gesellschaft polarisierte. Er erzählt aus der Perspektive des Offiziers Marie-Georges Piquart den skandalösen Ablauf um die fälschliche und antisemitische motivierte Verurteilung des jüdischen Offiziers der französischen Armee wegen dessen angeblichen Landesverrats. Er stößt auf Beweise für die Unschuld Dreyfus’ und macht sich für seine Rehabilitierung stark, obwohl er sich dafür in der Arme, Regierung und Öffentlichkeit vielen Anfeindungen aussetzt und immense persönliche Opfer aufbringen muss. Der Film fasziniert durch sein facettenreiches und genaues Sittengemälde des Fin de siéle. Dazu verdeutlicht er die Tragweite der sich verfestigenden Verwurzelung des Antisemitismus in der europäischen Gesellschaft, die bis ins 20. Jahrhundert und auch in unsere Gegenwart hineinreicht.  Mit diesem Film ist dem Regisseur ein Meisterwerk gelungen. Unbedingt sehenswert.

Frankreich/Italien 2019 / Buch: Robert Harris, Roman Polanski / Regie: Roman Polanski
Darsteller: Jean Dujarin, Louis Garrel, Emmanuelle Signer, Grégory Gadebois

Ende ca. 21.22 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Montag, 5. August: 20 Uhr

Einsam Zweisam

Diese Geschichte ist im Kino nicht zum ersten Mal erzählt worden. Zwei einsame Großstadtmenschen leben Tür an Tür, kaufen im gleichen Geschäft ein und laufen mehrmals am Tag die gleichen Straßen entlang, ohne sich zu kennen, dabei würden sie so gut zusammen passen. Unweiegerlich denkt man, dass der Regisseur in seinem Film auf diese Geschichte hinaus will, doch er schlägt im Laufe des Films so viele Umwege auf dem Weg zur Romanze, dass diese Umwege zur eigentlichen Geschichte des Films werden. Damit zeigt Klapisch auf charmante und unterhaltsame Weise, was vor eine klassischen Leinwand-Liebesgeschichte geschieht und liefert zugleich ein einfühlsames Portrait über eine von Hektik und Überfluss lebende Generation, die sich letztlich doch nur nach einem Happy End sehnen. Ein sehenswerter Film.

Frankreich/Belgien 2019 / Regie: Cédric Klapisch
Darsteller: Francois Berléand, Aana Giradot, Camille Cottin, Francois Civil, Simon Abkarian, Eye Haidara, Pierre Niney  

Ende ca. 22.15 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 12. August: 20 Uhr

Undine

Christian Petzolds gelungene Neuinterpration des Mythos der geheimnisvollen Wasserfrau Undine, die nur durch die Liebe eines Menschen ein irdisches Leben führen und eine Seele erlangen kann, spielt im heutigen Berlin. Zum Inhalt: Undine (Paula Beer), Stadthistorikerin auf Honorarbasis, lebt in einem kleinen Appartement am Alexanderplatz und führt ein modernes Großstadtleben wie auf Abruf. Als sie von ihrem Freund verlassen wird, bricht eine Welt zusammen und der Zauber ist zerstört. Gemäß der Erzählung in dem alten Märchen muss sie – wenn die Liebe verraten wird - den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist. Undine wehrt sich gegen diesen Fluch, als sie dem Industrietaucher Christoph begegnet und sich in ihn verliebt. Es entwickelt sich eine neue und ganz andere Liebe. Undine muss sich letztlich dem Fluch stellen, denn diese Liebe will sie nicht verlieren. Der Regisseur hat einen faszinierenden Film geschaffen, in dem die Hauptdarsteller hervorragend spielen.

Deutschland 2020 / Buch und Regie: Christian Petzold
Darsteller: Paula Beer, Franz Rogowski, Maryam Zaare, Anne Ratte-Polle, Jakob Matschenz, Rafael Stachowiak

Ende ca. 22.00 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 19. August: 20 Uhr

Die perfekte Kandidatin

Haifaa Al Mansour wurde bei uns mit ihrem Film „Das Mädchen Wadjda“ bekannt. In ihrem neuen Film schildert sie die Emanzipationsgeschichte einer mutigen Ärztin, die sich in Saudi-Arabien politisch engagiert, gibt einen gelungen Einblick in das verborgene Leben der Frauen und schafft es, ein anspruchsvollen Thema unterhaltsam zu vermitteln. 

Maryam arbeitet als Ärztin in einer Kleinstadt in Saudi-Arabien in einem Krankenhaus. Dieses Krankenhaus kann aber nicht über eine passierbare Straße erreicht werden, die Krankenwagen bleiben stecken. Maryam hat schon vieles versucht, doch weder ihre Vorgesetzten noch die Stadtverwaltung sieht sich in der Lage Abhilfe zu schaffen. Um an diesem Zustand etwas zu ändern, entschließt sie sich für das Amt der Gemeinderätin zu kandidieren. In einem Land, in dem jedoch Frauen vielfältigen Einschränkungen unterworfen sind und in denen es erst seit 2018 erlaubt ist Auto zu fahren, stößt Maryam auf zahlreiche Hindernisse. 

Saudi Arabien, Deutschland / Buch: Haifaa Al Mansour, Brad Niemann / Regie: Haifaa Al Mansour
Darsteller:  Mila Al Zahrani, Dae Al Hilali, Nora Al Awadh, Khalid Abdulrhim, Shafi Al Harthy

Ende ca. 22.05 Uhr
Frei ab 12 Jahren


 

Mittwoch, 26. August, 20 Uhr:

Narziss und Goldmund

Der Film adaptiert die berühmte Erzählung von Hermann Hesse. Der erwachsene Goldmund ist zu Narziss ins Kloster Mariabronn zurückgekehrt, mit dem ihm eine sehr lange tiefe Freundschaft verbindet, und berichtet diesem von seinen vielfältigen Abenteuern. Denn einst war der lebensfrohe Goldmund von seinem Vater zum Studium ins Kloster geschickt worden und freundete sich mit dem Klosterschüler Narziss an. Narziss wurde Goldmunds Lehrer, und Goldmund wuchs zu einem belesenen Musterschüler heran, begann aber mit dem Klosteralltag zu hadern und erkannte, dass die Lebensperspektive im Kloster nicht seinen Vorstellungen von Freiheit entsprach. Als Narziss bemerkte, dass sich Goldmund nach mehr als Freundschaft sehnte, zog er sich zurück. Während sich Goldmund eines Tages auf die Suche nach seiner Mutter macht und dabei seine große Liebe kennenlernt, lebt Narziss asketisch nach den strengen Regeln der Glaubensgemeinschaft. 

Deutschland 2020 / Regie: Stefan Ruzowitzky
Darsteller: Jannis Niewöhner, Sabin Tambrea, Emilia Schüle, Kida Khodr Ramadan, Johannes Krisch, André Hennicke, Jessica Schwarz

Ende ca. 22.05 Uhr
Frei ab 12 Jahren